Sustainability

Recycling

Meer geht nicht

Bau Nachhaltigkeit

Im Meer landet immer mehr Plastik, vermüllt Strände und gefährdet Seevögel. Dabei lässt sich der Kunststoff sinnvoll wiederverwerten: FPM recycelt in seinen Werken jedes Jahr 2,5 Milliarden PET-Flaschen. Aus dem wiedergewonnenen Polyester entstehen Vliesstoffe für Dachabdichtungen, sowie Schall- und Wärmedämmung.

Henderson Island ist ein unbewohntes Korallenatoll im Südost-Pazifik. Kokospalmen wachsen hier, Krabben huschen über den Sand, Vögel ziehen ihre Kreise. Eine Trauminsel, vom Menschen unberührt – möchte man meinen. Doch das abgelegene Eiland hat sich in den vergangenen Jahren in eine Müllkippe verwandelt: Benzinkanister, Plastikbesteck, Trinkbecher, Zahnbürsten und Kosmetiktuben überziehen die Strände.

Knapp 38 Millionen Plastikteile mit einem Gewicht von 17,6 Tonnen fanden Forscher auf der entlegenen Insel. Die größte Plastikmülldichte weltweit. Jeden Tag spült das Meer 13.000 neue Teile an. Der Grund: Henderson Island liegt am westlichen Rand des Südpazifik-Wirbels, einem der bekanntesten Müllstrudel der Weltmeere, in denen sich vor allem Plastik sammelt. Der angeschwemmte Abfall aus den riesigen Strudeln vermüllt nicht nur Südseeinseln, sondern auch Nord- und Ostseestrände. Seevögel und Meeresschildkröten verwechseln die Plastikteile mit Nahrung und verschlucken sie.

Pro Sekunde werden weltweit 16.000 Plastikflaschen hergestellt. Das sind 1,92 Millionen, seit Sie diesen Text lesen.

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Eine PET-Flasche zerfällt erst in 450 Jahren

Jedes Jahr landen acht Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen. Eine Lkw-Ladung pro Minute. Ein Großteil davon sind Flaschen. Viele bekannte Getränkemarken stellten ihre Produktion in den Neunzigerjahren auf Plastikflaschen um, da sie nicht so schnell kaputtgehen, leichter und preiswerter sind. Die meisten davon bestehen aus wiederverwertbarem Polyethylenterephthalat (PET).

Leider werden weniger als die Hälfte aller PET-Flaschen weltweit recycelt. In der Europäischen Union wächst die Sammelrate von wiederverwertbarem PET zwar langsam, trotzdem lag sie 2015 noch unter 60 Prozent. Statt aus Plastikflaschen neue Produkte herzustellen, landen sie häufig als Abfall auf Deponien oder im Meer – und überdauern dort: Eine PET-Flasche zerfällt erst innerhalb von 450 Jahren.

15 Mal um die Erde

FPM recycelt in Novedrate 2,5 Milliarden PET-Flaschen pro Jahr. Alle Flaschen aneinandergelegt, würden 15 Mal um die Erde reichen.

Zweitleben als Dämmstoff

Dass es auch anders geht, zeigt Freudenberg Performance Materials (FPM): In seinen Werken im norditalienischen Novedrate, im süditalienischen Pisticci und im französischen Colmar recycelt das Unternehmen pro Jahr rund 2,5 Milliarden PET-Flaschen. Aneinandergelegt würde ihre Länge 15 Mal um die Erde reichen. Als FPM im Jahr 1991 sein erstes Werk eröffnete, war das Unternehmen Recycling-Pionier in Europa.

„Wir sind froh über jede PET-Flasche, die bei uns landet, statt das Meer zu verschmutzen.“

Hans-Jürgen Berenbruch, Recycling-Manager bei FPM Novedrate.

„Wir sind froh über jede PET-Flasche, die bei uns landet, statt das Meer zu verschmutzen“, sagt Hans-Jürgen Berenbruch, Recycling-Manager bei FPM Novedrate. Aus den Plastikflaschen stellt FPM Vliesstoffe für Dachabdichtungen, sowie Schall- und Wärmedämmung her. Die produzierten Materialien bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem PET in gleicher Qualität wie Neuware. Auch Etiketten und Verschlüsse werden wiederverwertet und zum Beispiel als Modifizierer für Bitumen genutzt. Das Recycling spart natürliche Ressourcen und Energie. Statt Strände zu verschmutzen, bekommen die PET-Flaschen ein zweites Leben als Industrieprodukt.

Visual Story: Von der PET-Flasche zum Trägermaterial für Dachabdichtungen

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Das Recyclingwerk von Freudenberg Performance Materials (FPM) im norditalienischen Novedrate. Jeden Tag treffen hier viele Millionen PET-Flaschen aus Sortieranlagen in ganz Europa ein.

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Laster liefern die PET-Flaschen als je 400 bis 600 Kilo schwere, drahtverschnürte Ballen an. Kompakt zusammengepresst, lassen sie sich leichter transportieren.

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Als erstes werden Flaschendeckel entfernt, Etiketten abgelöst und „Fremdstoffe“ wie PVC, Gummi oder Styropor entlang der Recycling-Bänder von Detektoren aussortiert, so dass nur der Polyester übrig bleibt.

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Dann wäscht die Anlage die Flaschen und zerkleinert sie zu sogenannten „Flakes“: Kunststoffkrümel mit einer durchschnittlichen Kantenlänge von etwa zehn Millimetern.

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Das Kunststoffgranulat wird geschmolzen und daraus ein Endlosgarn gesponnen. Durch verschiedene Schritte im Spinnprozess entstehen Stapelfasern.

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Durch den Krempelprozess werden die Fasern zu einem lockeren, voluminösen Vlies gekämmt und anschließend thermisch verfestigt. Ein homogener Polyestervliesstoff ist entstanden.

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In das Vlies werden sogenannte Glasfaserfilamente eingearbeitet. Diese Glasfaserfilamente verstärken das Vlies, um es in Längsrichtung zu stabilisieren. So kann das Material extremer Hitze standhalten. Schließlich wird es als Trägermaterial für Bitumenmembranen zur Dachabdichtung verwendet und muss hohe Temperaturen aushalten, wenn die Dachdecker die Bitumenbahnen verschweißen.

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