ADL Teaser

Ein trockener Po macht Mütter und Väter froh

Nichts darf auslaufen, nässen oder drücken: Moderne Windeln sehen simpel aus – in ihnen steckt jedoch geballte Technologie. Hochleistungsvliesstoffe von Freudenberg Performance Materials leiten die Nässe gezielt zum Saugkern und sorgen somit für trockene Haut, aktive Babys und glückliche Eltern.

Der kleine Mathias aus Köln in Deutschland ist 14 Monate alt. Er krabbelt, läuft, klettert und entdeckt täglich ein kleines Stückchen mehr von der Welt. Dass ihn dabei kein nasser Po stört, darauf achtet seine Mutter Marion. Mit zwei Kindern zwischen vier und knapp anderthalb Jahren ist sie inzwischen eine wahre Wickel-Expertin. „Das Wichtigste ist, dass keine Flüssigkeit austritt“, so Marion Kelter. „Außerdem muss die Windel optimal passen und sie sollte möglichst dünn sein, damit sie beim Herumtollen nicht stört.“ Rund 10.000 Kilometer entfernt von ihr beschäftigt sich Larissa Miura De Souza im brasilianischen Sao Paulo mit dem gleichen Thema. Ihr Sohn Miguel ist zweieinhalb Jahre alt, in Kürze erwartet sie ihr zweites Kind. „Vor allem nachts soll eine Windel viel Nässe aufnehmen können“, sagt sie.

Fünf bis sechs Windeln braucht ein Kind am Tag, in zweieinhalb Jahren entspricht dies etwa 4.500 Windeln. Das Fassungsvermögen einer Windel kann je nach Größe bis zu 500 Milliliter betragen.

Egal ob Mädchen oder Junge: gepinkelt wird nur punktuell. Damit die Flüssigkeit bestmöglich aufgenommen werden kann, bedarf es eines ausgeklügelten Hightech-Systems: Zunächst nimmt ein hautfreundliches Vlies, das Topsheet, die Nässe auf. Die darunterliegende hauchdünne Schicht, auch Verteilerschicht genannt, sorgt anschließend für eine schnelle und gleichmäßige Ausbreitung der Flüssigkeit über die gesamte Windel hinweg. Die darunterliegende Schicht kann das Mehrfache ihres eigenen Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen. Diese sogenannten Superabsorber bestehen aus Hightech-Fasern oder -Pulvern, die bei Flüssigkeitsaufnahme aufquellen, gelieren und auch unter Druck keine Flüssigkeit mehr abgeben. Der Urin wird somit fest eingebunden.

ADL Layer

Verbraucher achten auf Qualität

Freudenberg Performance Materials im brasilianischen Jacarei beliefert seine Kunden in Süd- und Nordamerika mit Vliesstoffen für Topsheet und Verteilerschicht, kurz ADL genannt. Letzerer kommt dabei immer größere Bedeutung zu. „Mussten Windeln bisher vor allem günstig sein, achten Verbraucher sowohl in Brasilien als auch weltweit jetzt verstärkt auf Qualität und wollen, dass ihr Baby möglichst lange trocken ist“, erklärt Sonia Mancilha, Head of Supply Chain Management in Südamerika.

„Unser Spezialvliesstoff ADL* ist das Herzstück einer Windel und erhöht ihre gesamte Leistungsfähigkeit erheblich“

Sonia Mancilha, Head of Supply Chain Management, Freudenberg Nao-Tecidos Ltda. Jacarei, Brasilien
*Acquisition and Distribution Layer,
Hygiene

Durch Hightech den Foot- und Handprint verbessern

„Eine Windel ohne ADL müsste schneller gewechselt werden, weil der Superabsorber gar nicht in der Lage wäre, punktuell so viel Flüssigkeit aufzunehmen. Dies hätte einen deutlich höheren Windelverbrauch zu Folge. Der Einsatz einer Verteilerschicht ist also auch ein Schritt in Richtung Nachhaltigkeit“, bestätigt Marcus Simon. Als Business Segment Manager Medical bei Freudenberg Performance Materials in Weinheim, Deutschland, hat er sich intensiv mit der Herstellung des speziellen Polyestervliesstoffs befasst und gemeinsam mit Kunden an der Weiterentwicklung gearbeitet. „Wir haben die ADL ständig verbessert und konnten den Materialverbrauch inzwischen immer weiter senken, ohne an der Leistung einbüßen zu müssen.“ Windeln wurden also im Laufe ihrer Geschichte immer dünner und saugfähiger.

Siegeszug der Einwegwindel

Alles begann mit Marion Donovan, einer jungen Mutter in den USA der 40er Jahre. Als Tochter eines Erfinders nähte sie kurzerhand aus einem Duschvorhang einen undurchlässigen Überzug für die Stoffwindeln ihrer Kinder in der Hoffnung, nicht mehr ständig sowohl Windeln als auch durchnässtes Bettzeug waschen zu müssen. Nachdem ihre Version einer Gummihose reißenden Absatz bei New Yorker Müttern fand, suchte sie nach einem Weg, Urin mithilfe von Papier aufzusaugen. Doch sie fand keine Papiersorte, die in der Lage war, Flüssigkeit schnell genug aufzufangen. In den 50er Jahren begann Procter & Gamble, an der Verbesserung von Donovans Erfindung zu arbeiten und brachte in den 60ern die Einwegwindel als große Innovation auf den Markt. Wog eine Windel noch vor ein paar Jahren rund 100 Gramm, sind es heute etwa 70 Gramm weniger.

Ökobilanz: Stoff oder Einweg?

An der Ökobilanz der verschiedenen Windelsysteme scheiden sich die Geister. Laut Deutschem Umweltbundesamt sind die wiederverwendbaren Stoffwindeln nicht automatisch umweltfreundlicher. Bei ihrer Herstellung werden zwar weniger Ressourcen verbraucht, sie müssen jedoch nach jedem Tragen gekocht werden. Zudem kommen beim Anbau der in Stoffwindeln vertretenen Baumwolle oft Pestizide, Mineraldünger und hohe Mengen an Wasser zum Einsatz.

Paralax

So bequem das moderne Wickeln für Babys und Eltern auch ist – früher oder später müssen sich alle der nächsten Herausforderung stellen: dem Trockenwerden. Dies meistern alle Kinder weltweit irgendwann zwischen anderthalb und vier Jahren. Noch genügend Zeit für Mathias und Miguel, in aller Ruhe ihre kleine Welt zu erobern.

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